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29. August 2026August 29, 2026 So funktioniert träjn träjn

Nicht jede Aufzeichnung ist Training: Einheiten aus der Wertung nehmen

Deine Uhr zeichnet auf, was sich bewegt. Ob es Training war, entscheidet sie nicht – und deshalb steht die halbe Stunde zum Supermarkt in deinem Bestand wie jede andere Ausfahrt. träjn hat sie bisher genauso behandelt. Seit August 2026 kannst du sagen: das zählt nicht.

Was die Einkaufsfahrt anrichtet

Sie ist keine Kleinigkeit in einer Ecke der App, sondern läuft an drei Stellen mit:

  • In der Formkurve. Jede Aufzeichnung trägt Belastungspunkte bei – auch zwanzig Minuten Schrittgeschwindigkeit mit vollen Taschen. Deine Ermüdung steigt, ohne dass du müde bist, und die Form steht tiefer, als sie sollte.
  • Im Abgleich mit dem Plan. Beim Soll-Ist-Vergleich deckt eine Aktivität genau eine geplante Einheit ab. Stand für den Tag eine ruhige Dreiviertelstunde an und liegt sonst nichts vor, dann sind zwanzig von fünfundvierzig Minuten 44 Prozent – also verkürzt statt verpasst. Der Plan hakt etwas halb ab, das gar nicht stattgefunden hat.
  • Im Wochenvolumen und in der Datenqualität. Die Stunden zählen mit, und weil auf so einer Fahrt weder Puls noch Watt etwas aussagen, schieben sie den Anteil der geschätzten Belastung nach oben.

Einzeln ist das jedes Mal wenig. Über eine Saison mit zwei Einkaufsfahrten pro Woche ist es eine Formkurve, die systematisch etwas anderes erzählt als deine Beine.

So nimmst du eine Einheit heraus

Auf der Strava-Seite trägt in der Liste Letzte Aktivitäten jede Einheit den Knopf Nicht werten. Ein Klick, und sie rutscht darunter in einen eigenen Abschnitt:

NICHT GEWERTET (2)
27. Aug · Einkaufen im Ort · 18:00 · wieder werten
24. Aug · Altstadtbummel mit dem Rad · 40:00 · wieder werten

Ab da rechnet träjn ohne sie: Formkurve, Wochenvolumen, Datenqualität, Soll-Ist-Vergleich, die Zahlen für deine Fitnessziele und das, was der Berater über deine Woche zu sehen bekommt. Die Überschrift der Liste zählt entsprechend nur noch, was gewertet wird.

Es fragt nichts nach, und das ist Absicht: Es geht nichts verloren, die Einheit steht zwei Zeilen tiefer, und wieder werten holt sie zurück.

Ausgeblendet heißt nicht gelöscht

Der Unterschied ist wichtiger, als er klingt. Gelöscht bekämst du die Fahrt nämlich nicht los: Der nächste vollständige Abruf holt sie aus Strava zurück, und du müsstest sie nach jedem Abruf erneut wegräumen. Deshalb bleibt dein Bestand unangetastet, und gespeichert wird nur, welche Aufzeichnung nicht zählen soll. Daraus folgen drei Dinge:

  • Ein Abruf macht es nicht rückgängig. Kommt dieselbe Fahrt wieder herein, bleibt sie draußen aus der Wertung.
  • Umkehrbar, jederzeit. Ein Fehlgriff kostet einen Klick, keine Neuberechnung und keinen neuen Abruf.
  • In Strava ändert sich nichts. Deine Fahrt steht dort unverändert – das hier ist deine Sicht in träjn, kein Eingriff in dein Strava-Konto.

Nur eine Ausnahme gibt es, und die ist die richtige: Eine selbst eingetragene Einheit lässt sich weiterhin ganz entfernen. Sie käme mit keinem Abruf je wieder, also braucht genau sie den Weg, den es sonst nicht gibt.

Und wenn die Fahrt Teil einer zusammengefassten Einheit ist?

Dann zählt sie erst dann nicht mehr, wenn jeder Teil ausgeblendet ist. Das klingt umständlich und schützt dich vor dem Gegenteil: Sonst ließe ein weggeklickter Teil deine drei Stunden lange Ausfahrt stillschweigend aus der Auswertung verschwinden, und du fändest den Grund nicht.

Umgekehrt gilt: Was ausgeblendet ist, wird gar nicht mehr zum Zusammenfassen angeboten. Die Einkaufsfahrt mit der Ausfahrt desselben Tages zu einer Einheit zu erklären, wäre die Hintertür zurück in die Wertung.

Wofür der Knopf nicht gedacht ist

Für die Einheit, die schlecht lief. Die zähe Stunde bei Gegenwind war Training, sie hat dich Substanz gekostet, und sie gehört in die Kurve – auch wenn sie dort unschön aussieht. Die Formkurve ist nur so ehrlich wie das, was drinsteht; wer sie schönt, plant hinterher gegen ein Bild und nicht gegen seinen Körper.

Die Frage ist deshalb nicht „will ich das in meiner Statistik sehen?", sondern „war das ein Trainingsreiz?". Bei der Fahrt zum Bäcker ist die Antwort klar. Bei der ruhigen Ausrollrunde am Tag nach dem Rennen ist sie es auch – die zählt.

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