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17. August 2026August 17, 2026 So funktioniert träjn träjn

Zweimal gestartet, einmal trainiert: mehrere Aufzeichnungen zu einer Einheit zusammenfassen

Strava kennt Aufzeichnungen. Dein Plan kennt Einheiten. Meistens ist das dasselbe – und wenn nicht, hat es dich bisher Genauigkeit gekostet.

Zwei Fälle, ein Ergebnis

  • Der Tagesablauf. Morgens eine Stunde vor der Arbeit, abends noch eine. Gedacht, geplant und trainiert war eine Einheit; aufgezeichnet sind zwei.
  • Der Aufnahmefehler. Der Radcomputer wird an der Ampel versehentlich gestoppt und fünf Minuten später neu gestartet. Eine Fahrt, zwei Dateien.

Der zweite Fall ist der häufigere, und er ist der ärgerlichere: Du hast alles richtig gemacht, und trotzdem steht die Ausfahrt falsch in der Auswertung.

Warum das deinem Plan nicht gleichgültig war

Beim Abgleich mit dem Plan deckt eine Aktivität genau eine geplante Einheit ab, und die längere von zweien entscheidet. Rechne das für einen geplanten Longride über drei Stunden durch, den du zweimal 1:30 aufgezeichnet hast:

1:30 von 3:00 sind 50 Prozent. Zwischen 25 und 60 Prozent heißt verkürzt – und die zweite Aufzeichnung liegt ungenutzt daneben.

Damit reagierte der Plan auf ein Versäumnis, das keines war. Häufen sich solche Tage, nimmt er das Zielvolumen für den Rest der Saison zurück, weil dein Soll-Ist-Vergleich zu niedrig aussieht.

So machst du eine Einheit daraus

Auf der Strava-Seite steht der Abschnitt Einheiten zusammenfassen. Er listet jeden Tag, an dem mehrere Aufzeichnungen derselben Sportart liegen – mit Uhrzeit, Name und Dauer:

15. Aug · Gravelbike
09:20 Uhr · Vormittägliche Radfahrt · 1:48:07
11:21 Uhr · Mittägliche Radfahrt · 1:18:18
zusammen 3:06:25 · 7 min Pause dazwischen – das sieht nach einer unterbrochenen Aufzeichnung aus

Ein Klick auf Zu einer Einheit, und ab da zählt sie überall als eine: im Abgleich mit dem Plan, in der Formkurve, im Wochenvolumen und in der Liste deiner Aktivitäten. Auf der Einheitenkarte im Plan steht unter dem Namen, woher die Zahlen kommen: aus 2 Aufzeichnungen zusammengefasst.

Der Hinweis auf die unterbrochene Aufzeichnung erscheint, wenn zwischen den beiden weniger als 15 Minuten liegen. Er entscheidet nichts – zusammengefasst wird nur auf Knopfdruck. Er sagt dir bloß, welcher der beiden Fälle oben wahrscheinlich vor dir liegt.

Und was zwei Einheiten sind, bleibt es

Zwei Läufe an einem Tag sind für viele der Normalfall. Deshalb steht neben dem Zusammenfassen ein Verwerfen: Der Tag verschwindet aus der Liste und kommt nicht wieder.

Das ist kein Beiwerk, sondern die Bedingung dafür, dass die Liste etwas taugt. Eine Liste, die man nicht leer bekommt, liest nach der dritten Woche niemand mehr – und dann geht der eine Tag darin unter, um den es wirklich geht.

Verworfen wird dabei der Vorschlag, nicht der Tag: Kommt an demselben Tag später eine dritte Aufzeichnung dazu, wird die Frage neu gestellt. Und weil Verwerfen nicht nachfragt, steht unter der Liste, wie viele Tage weggeklickt sind, samt wieder anzeigen.

Was gerechnet wird

Das Ziel ist einfach zu sagen: Es soll herauskommen, was eine durchgehende Aufzeichnung geliefert hätte.

  • Dauer, Distanz, Höhenmeter werden addiert.
  • Puls und Leistung werden mit der Fahrzeit gewichtet. Ein einfacher Mittelwert aus drei Stunden Ausfahrt und zwanzig Minuten Ausrollen gäbe beiden dasselbe Gewicht.
  • Die normalisierte Leistung wird über die vierte Potenz gemittelt, nicht linear – so, wie sie selbst definiert ist. Zwei Stunden mit 200 und 300 Watt ergeben nicht 250, sondern 264 Watt. Der Unterschied ist genau der Punkt: Die harte Hälfte wiegt schwerer, und das tut sie in deinen Beinen auch.
  • Die Gesamtzeit ist die Summe der Aufzeichnungen und nicht die Spanne von morgens bis abends. Die neun Stunden im Büro dazwischen sind keine Trainingszeit, auch keine stehende.

Eine Regel ist strenger, als man erwartet: Fehlt einem Teil der Leistungsmesser, bekommt die Einheit gar keine Wattangabe. Den Schnitt der halben Fahrt auf die volle Dauer hochzurechnen wäre eine erfundene Zahl mit dem Etikett „gemessen". Die Belastung kommt dann über den Puls – ungenauer, aber ehrlich. Aus demselben Grund gilt eine Einheit nur dann als drinnen auf der Rolle, wenn wirklich jeder Teil drinnen war.

Deine Aufzeichnungen bleiben, wie sie sind

Zusammengefasst wird nichts überschrieben. Gespeichert wird nur, welche Aufzeichnungen zusammengehören; die Einheit entsteht bei jeder Anzeige neu. Daraus folgen drei Dinge, auf die du dich verlassen kannst:

  • Trennen geht jederzeit. Unter Bereits zusammengefasst steht jede Einheit mit einem Knopf dafür.
  • Der nächste Abruf macht nichts kaputt. Strava rechnet nach dem Hochladen noch eine Weile nach; korrigierte Werte kommen wie bisher mit.
  • Nach Strava wird weiterhin nichts geschrieben. Deine beiden Fahrten stehen dort unverändert – die Zusammenfassung ist deine Sicht in träjn, nicht eine Änderung in deinem Strava-Konto.

Das Kleingedruckte

  • Die Uhrzeiten kommen erst mit einem vollständigen Abruf. Ältere Bestände haben keine, weil die App sie früher nicht mitgeholt hat. Zusammenfassen funktioniert trotzdem – es fehlen dann nur die Zeiten in der Liste und damit der Hinweis auf den Abbruch.
  • Rennrad und Gravel gelten hier nicht als dasselbe, obwohl der Abgleich sie tauschen darf. Wer morgens auf der Straße und abends auf Schotter fährt, hat zwei Einheiten gemacht.
  • Andere Sportarten werden nicht angeboten. Was Strava nicht einordnen kann, landet in einem Topf – eine Wanderung und eine Skitour am selben Tag sind zwei Dinge, und die App kann sie nicht unterscheiden.
  • Die Intensitätsprüfung geht weiter, auch für zusammengefasste Einheiten. Sie holt dann je Aufzeichnung eine Messreihe und addiert die Zeit je Zone. Zeit in einer Zone ist eine Menge und verträgt das – ein Mittelwert täte es nicht.

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