Der Berater: mit einer KI über deinen Fortschritt sprechen
Auf der Plan- und der Ernährungsseite steht ein Gesprächsfeld. Du kannst dort fragen, was du einen Trainer fragen würdest: „Warum steht am Donnerstag schon wieder Schwelle?", „Ich komme mit den sechs Stunden nicht hin, was streiche ich?", „Reicht mein Frühstück vor dem Longride?"
Der Unterschied zu einem Chatfenster mit angehängtem Plan
Der Kontext. Er wird aus denselben Funktionen gerechnet, die auch die App füttern – es ist also wirklich dein Stand und keine Zusammenfassung davon. Mit geht:
- Körper- und Leistungsdaten, Kostform, Unverträglichkeiten
- Deine offenen Fitnessziele und die nächsten drei Wettkämpfe
- Form und Fortschritt: Fitness, Ermüdung, Form, Aufbaurate, tatsächliche Wochenstunden und -belastung, der Soll-Ist-Vergleich der letzten drei Wochen, die längste Trainingspause
- Ziele, die nicht vorankommen, samt der Ursache, die die App aus den Daten ablesen konnte – mit der ausdrücklichen Auflage, sie als gegeben zu nehmen und keine eigene zu erfinden
- Was die App daraufhin am Plan geändert hat, im Klartext
- Die laufende Woche Einheit für Einheit – geplant, erledigt, verkürzt, verpasst oder verlegt
- Die Ernährungszahlen des Tages samt der Grenzen, die eine Antwort nicht unterschreiten darf
- Vorrat, Mitessende und Kochzeit und der Mahlzeitenplan von heute – sonst schlägt er das Gericht vor, für das du erst einkaufen müsstest, oder ein zweites Mittagessen neben dem geplanten
Sind keine Aktivitäten geladen, steht das ausdrücklich im Kontext („über tatsächliches Training ist nichts bekannt"). Aus dem Plan auf die Wirklichkeit zu schließen ist der Fehler, den ein Sprachmodell sonst zuverlässig macht.
Was nicht mitgeht
Dein Name, deine Kennung und deine einzelnen Aktivitäten. Es sind trotzdem Körperdaten, und sie gehen an einen fremden Dienst – die Seite sagt das dazu und zeigt dir auf Wunsch den vollständigen Text, der abgeschickt wird. Vorher, nicht hinterher.
Vorschläge, die auf deinen Klick warten
Eine Antwort darf Änderungen vorschlagen. Angewendet wird keine von selbst: Jede steht als Zeile mit Vorher und Nachher da und wartet.
- Profil – Wochenstunden, Trainingstage, Tag der langen Einheit; Gewicht, FTP, Ruhe-, Max- und Schwellenpuls, Schwellentempo, CSS
- Fitnessziele – anlegen, ändern, entfernen
- Wettkämpfe – verschieben
- Zwei Tage deiner Woche – tauschen, etwa wegen des Wetters (mehr dazu)
Der Plan selbst steht nicht darunter, und das ist der Punkt. Er ist keine gespeicherte Datei, sondern eine Ableitung aus Profil, Wettkämpfen, Zielen, Aktivitäten und Haken. Ein Vorschlag greift deshalb ausschließlich an diesen Eingaben an – danach rechnet die App neu, mit denselben Regeln wie sonst.
Eine KI kann damit keine Regel umgehen. Sie kann genau das ändern, was du über dieselbe Oberfläche auch ändern könntest.
Was nicht passt – eine unbekannte Art, ein unsinniger Wert, ein Ziel, das es nicht gibt – wird still verworfen, statt später beim Anwenden zu überraschen.
Wenn kein Zugang hinterlegt ist
Ob es den Berater gibt, entscheidet der Betreiber: Er hinterlegt den Zugang zum KI-Anbieter, und jede Frage kostet ihn Geld. Deshalb gibt es ein Kontingent je Sportler und Tag; wie viele Fragen dir heute noch bleiben, steht an der Karte.
Ist gar kein Zugang eingerichtet, ist die Seite trotzdem vollständig benutzbar: Sie baut denselben Gesprächsanfang fertig zusammen und stellt ihn zum Kopieren bereit. Einfügen in ein beliebiges KI-Gespräch, fragen, Antwort bekommen. Beide Wege benutzen buchstäblich dieselbe Anfrage.
Die Grenzen
Der Berater antwortet nur so gut wie das Modell dahinter, und er ist kein Trainer und kein Arzt. Seine Vorschläge ändern nichts von allein. Wohin der kopierte Gesprächsanfang eingefügt wird, entscheidest du – und was du dort hineinschreibst, unterliegt den Bedingungen des Dienstes, den du dafür wählst.
Weiterlesen
- Fitnessziele – der Stillstand, den er als gegeben nimmt
- Wenn etwas dazwischenkommt – die Anpassungen, die er im Kontext sieht
- Einstellungen und deine Daten – was wohin geht
