Ziele eintragen: Wettkämpfe, Prioritäten und mehrtägige Rennen
Auf der Ziele-Seite steht, worauf deine Saison zuläuft. Sie führt drei Listen: deine Wettkämpfe, deine Fitnessziele und deine trainingsfreien Zeiten. Hier geht es um die erste.
Die Priorität ist die wichtigste Angabe
Nicht das Datum, nicht die Distanz – die Priorität. An ihr hängt die ganze Struktur der Saison:
- A – Saisonhöhepunkt. Jeder A-Wettkampf ist der Endpunkt eines eigenen Trainingsblocks. Der Block läuft mit seinen Phasen auf diesen Tag zu, danach kommen Erholungswochen, und der nächste Block startet nicht bei null.
- B – wichtiges Ziel. Läuft als Formtest im laufenden Block mit: zwei ruhige Tage davor, ein Erholungstag danach, sonst kein Umbau. Nur wenn ein B-Wettkampf weit genug von Saisonstart und nächstem A-Wettkampf entfernt liegt (mindestens zehn Wochen), bekommt er einen eigenen Block.
- C – Trainingswettkampf. Eine harte Einheit mit Startnummer. Kein Taper, keine Sonderbehandlung.
Wer alles auf A setzt, bekommt eine Saison aus lauter Zuspitzungen und keine Grundlage. Zwei bis drei A-Wettkämpfe im Jahr sind die Größenordnung, mit der die Periodisierung arbeiten kann.
Die Felder
- Name – erscheint so im Plan und im Kalenderexport.
- Sportart – bestimmt, worauf sich der Block zuspitzt und wie die Zeitprognose gerechnet wird.
- Datum – bei mehrtägigen Veranstaltungen der erste Tag.
- Letzter Tag (optional) – erst damit wird ein Event mehrtägig; siehe unten.
- Vorlage – setzt Distanz und Höhenmeter für gängige Formate mit einem Griff (danach frei anpassbar). Welche Vorlagen zur Auswahl stehen, pflegt der Betreiber im Cockpit; die Liste kann also mit der Zeit wachsen.
- Distanz und Höhenmeter – Grundlage der Zeitprognose. Bei einem Event mit Wettkampftagen ist die Distanz die Summe der Tage und wird nicht von Hand gepflegt.
- Priorität – siehe oben.
- Zielzeit (optional) – im Format h:mm. Leer lassen heißt: die App prognostiziert selbst. Trägst du eine ein, gilt deine – die Prognose weicht dann dem, was du dir vorgenommen hast.
- Notizen – für dich, etwa Startzeit, Anreise oder Materialfragen.
Mehrtägige Events: die Rundfahrt ist EIN Ziel
Sobald du einen letzten Tag setzt, erscheint der Abschnitt Wettkampftage. Damit lassen sich zwei ganz verschiedene Dinge abbilden:
Rundfahrt mit Etappen. Erster Tag Einzelzeitfahren, zweiter Tag 120 km, dritter Tag 90 km. Jeder Wettkampftag bekommt Datum, Namen, Distanz, Höhenmeter und – wenn du willst – eine eigene Zielzeit. Ein Tag mitten im Zeitraum ohne Etappe ist der Ruhetag der Veranstaltung; dort legt der Plan kein Training hin.
Durchgehendes Ultra-Rennen (etwa ein Race Across Germany). Nur den letzten Tag setzen, keine Etappen anlegen. Distanz und Zielzeit beschreiben dann die Gesamtleistung, und der Plan blockiert alle Tage und verteilt die Zeit auf sie („Tag 1/3").
Warum das an einem Ziel hängt und nicht an dreien: Als drei getrennte Wettkämpfe eingetragen bekäme jeder Tag seinen eigenen Taper und seine eigene Erholung – die Periodisierung zerlegte die Rundfahrt in drei Blöcke. So dagegen gibt es einen Taper davor, eine Erholung nach dem letzten Tag und eine Priorität; die Summe der Etappen steuert, wie lang beides ausfällt.
Läuft ein Event über den Wochenwechsel, sind beide Kalenderwochen Wettkampfwochen, und der Folgeblock beginnt erst nach der Woche des letzten Renntags.
Was neben jedem Ziel steht
Der Countdown – wie viele Wochen und Tage noch.
Die Zeitprognose. Beim Rad physikalisch gerechnet: aus deiner FTP, dem Systemgewicht, den Höhenmetern sowie Luft- und Rollwiderstand – und mit einer Intensität, die von der Renndauer abhängt, denn vier Stunden fährt niemand an der Schwelle. Beim Laufen und Schwimmen über die Riegel-Formel, ausgehend von deiner Schwellenleistung. Bei Etappenrennen bekommt zusätzlich jeder einzelne Tag seine Prognose. Jenseits von etwa zwölf Stunden ist sie nur noch ein Anhaltspunkt – für solche Rennen gehört die eigene Zielzeit ins Feld.
Und ob dein Ziel erreichbar ist, sagt dir seit August 2026 der Leistungsstand auf der Heute-Seite: Er hält die Prognose gegen deine Zielzeit — und ohne Zielzeit deine längste Einheit gegen die erwartete Dauer. Wie das Urteil zustande kommt: Der Leistungsstand.
Verpflegungsrichtwerte. Kohlenhydrate pro Stunde, Flüssigkeit und Natrium, gestaffelt nach der erwarteten Dauer: unter einer Stunde braucht es wenig, ab knapp drei Stunden liegt der Richtwert bei etwa 85 g Kohlenhydraten pro Stunde auf dem Rad. Beim Laufen fällt er um ein Fünftel niedriger aus, weil der Magen dort empfindlicher ist. Fürs Schwimmen gibt es keine – unterwegs nimmt man nichts auf. Liegt für den Renntag eine Wettervorhersage vor, steigen Trinkmenge und Natrium außerdem mit der gefühlten Temperatur, gedeckelt bei dem, was der Magen unterwegs überhaupt weitergibt: Das Wetter und dein Plan.
Vorschläge: Ziele, die dir jemand anbietet
Über der eigenen Liste kann ein aufklappbarer Kasten mit Vorschlägen stehen – Wettkämpfe, die der Betreiber eingestellt hat oder die andere Sportler geteilt haben. Ein Griff, und der Vorschlag liegt als dein Ziel in deiner Liste, mit eigener Kennung; ab da gehört er dir und lässt sich frei ändern.
Umgekehrt kannst du ein eigenes Ziel anderen als Vorschlag anbieten. Weitergegeben werden dabei nur die Angaben zum Rennen – Name, Datum, Sportart, Distanz, Höhenmeter –, nicht deine Prognose und nicht dein Training.
Vergangene Wettkämpfe
Sie verschwinden nicht, sondern rutschen in eine eigene, ruhigere Liste. Löschen musst du nichts: Die Planung schaut nach vorn, und der Kalender des letzten Jahres schadet dort niemandem.
Und wenn gar kein Wettkampf ansteht?
Dann bekommst du trotzdem einen Plan – einen offenen Grundlagenblock. Wie der aussieht, entscheiden dann deine Fitnessziele: Ohne Termin sind sie das Einzige, was der Plan über deine Absicht weiß.
Weiterlesen
- Wie dein Plan entsteht – was die App aus diesen Terminen baut
- Fitnessziele – die zweite Liste auf derselben Seite
- Dein Profil – woher die Prognose ihre Werte nimmt
