Vom Plan auf das Device: sechs Wege und was sie können
Ein Plan im Browser hilft am Berg wenig. Deshalb gibt es sechs Wege, eine Einheit auf Uhr, Radcomputer oder in den Kalender zu bringen – hier in der Reihenfolge ihrer Verlässlichkeit.
Alle findest du auf der Plan-Seite: für eine ganze Woche oben an der Wochenkarte, für eine einzelne Einheit an ihrer eigenen Karte.
1. FIT-Dateien – funktioniert immer
Die ganze Woche als ZIP herunterladen oder eine einzelne Einheit über ↓ FIT. Dann die entpackten Dateien per USB in den Ordner GARMIN/NEWFILES deiner Uhr oder deines Radcomputers kopieren.
Das ist der vollständigste Weg: Schrittarten (Aufwärmen, Intervall, Pause, Ausfahren), Wiederholungsblöcke, Zielbereiche und Notizen sind enthalten – beim Rad Watt mit Puls als zweitem Ziel, beim Laufen Tempo, beim Schwimmen Distanzschritte.
Der Umweg über Garmin Connect funktioniert nicht. Der Import dort nimmt Aktivitäten und Strecken an, aber keine Trainingsdateien; du bekommst eine Fehlermeldung, die nach einer kaputten Datei klingt und keine ist. Auf das Gerät führt der Ordner oben.
2. intervals.icu – der Weg in den Garmin-Kalender
Das ist der einzige Weg, der die Einheiten nicht nur aufs Gerät, sondern in den Kalender bringt – und den du dir selbst einrichten kannst. intervals.icu hat die Garmin-Freigabe, die träjn fehlt: Was dort auf dem Kalender liegt, schiebt der Dienst von selbst nach Garmin Connect und mit der nächsten Synchronisierung auf die Uhr.
Einrichten dauert zwei Minuten und ist deine Sache, nicht die des Betreibers:
- Bei intervals.icu unter Settings → Developer Settings Athlete-ID und API-Schlüssel abholen.
- Beides in träjn unter Einstellungen → intervals.icu eintragen.
- Bei intervals.icu einmalig unter Settings → Connections mit Garmin verbinden und „Upload planned workouts" anhaken.
Danach steht auf der Plan-Seite „Einheiten übertragen" und an jeder Karte „→ intervals.icu". Jede Einheit bekommt eine feste Kennung, damit ein neu gerechneter Plan seine eigenen Termine überschreibt statt sie zu verdoppeln.
Was dieser Weg nicht kann, sagt die App vorher an: Die Struktur trägt dort ein Ziel je Schritt – der Puls als zweites Ziel fällt weg (dafür gibt es den FIT-Export), und ein Tempoband wird auf einen Wert gemittelt.
3. ZWO-Dateien – für alles, was nicht Garmin ist
Dieselben zwei Knöpfe in Zwifts Trainingsformat: ↓ ZWO und „Woche als ZWO (ZIP)". Damit erreichst du das Hammerhead-Dashboard, Zwift, Wahoos Plan-Import und TrainingPeaks – bei TrainingPeaks ist es sogar der einzige Weg.
Drei Grenzen, die die App auch anzeigt, statt sie zu umschiffen:
- Ohne FTP (Rad) beziehungsweise Schwellentempo (Laufen) keine Datei. Das Format beschreibt jede Vorgabe als Anteil eines Bezugswerts; ein geratener wäre schlechter als der FIT-Export, der auch mit Puls auskommt.
- Kein Schwimmen und keine Kraft – beides hat in ZWO keine Entsprechung.
- Kein Zielband. Zwift steuert den Trainer auf genau einen Wert; aus „230–250 W" wird die Mitte. Aufwärmen und Ausfahren werden statt dessen zu Rampen.
Und eine Ehrlichkeit: Für Laufeinheiten ist dieser Weg eine begründete Vermutung. Fürs Rad ist er belegt; beim Laufen stützt er sich auf einen Schluss, der sich ohne Konto bei TrainingPeaks nicht prüfen ließ. Der Knopf heißt deshalb „↓ ZWO (ungeprüft)", und der Vorbehalt steht auch in der Datei selbst – die wandert weiter, die Meldung in der App bleibt zurück.
4. Wahoo – Direktversand ohne Freigabeverfahren
Legt die Einheit als Plan in deiner Wahoo-Bibliothek an und terminiert sie auf ihren Tag; von dort holen ELEMNT, ROAM und BOLT sie ab. „→ Wahoo" an der Einheit, „n Trainings übertragen" für die Woche. Verbunden wird unter Einstellungen → Wahoo.
Grenzen: Rad und Laufen werden übertragen, Beckenschwimmen und Krafttraining nicht. Wiederholungsblöcke werden ausgerollt (aus „5 × 6 min" werden zehn Schritte), weil das Format keine Blöcke kennt. Und weil Wahoo-Radcomputer nur das erste Ziel auswerten, steht dort genau das, was ohnehin das primäre Ziel ist: Watt am Rad, Tempo beim Laufen.
5. Kalenderexport (.ics)
Der ganze Plan oder eine einzelne Woche als iCalendar-Datei für Google, Apple oder Outlook. Jede Einheit wird ein ganztägiger Termin mit Ablauf und Zielbereichen in der Beschreibung, jeder Wettkampf ein eigener Termin.
Das ist eine Datei zum Importieren und kein abonnierbarer Kalender. Bei einem erneuten Import ersetzen Kalenderprogramme die Termine anhand ihrer festen Kennung, statt sie zu verdoppeln.
Ein Nebeneffekt, der nirgends sonst geht: Dein Gruppentag steht im Kalenderexport. Auf die Uhr bringt ihn keiner der anderen Wege – es gibt dort keinen Ablauf zu übertragen.
6. Garmin direkt – vorbereitet, aber nicht freigegeben
Der Direktversand in den Garmin-Kalender ist gebaut, braucht aber eine Freigabe von Garmin, die einzeln vergeben wird und für gewerbliche Nutzung gedacht ist. Der Knopf „→ Garmin" erscheint nur, wenn die Verbindung wirklich steht; ist nichts eingerichtet, meldet die App „nicht eingerichtet", statt Endpunkte zu raten.
Bis dahin führen Weg 1 und Weg 2 zum selben Ziel – der eine über das USB-Kabel, der andere über intervals.icu, das die Freigabe hat.
Was der Export generell nicht mitnimmt
- Krafttraining wandert ohne Übungen und Gewichte – die trägt der Plan nicht.
- Schwimmen wird mit 25 m Beckenlänge gerechnet.
- Nach oben offene Zonen bekommen für die Uhr eine Obergrenze; ohne sie verlangte das Gerät exakt einen Wert statt eines Bands.
- Gruppentage gehen nur in den Kalender (siehe oben).
Weiterlesen
- Einstellungen und deine Daten – wo intervals.icu, Garmin und Wahoo verbunden werden
- Wie dein Plan entsteht – was in einer Einheit überhaupt drinsteht
- träjn in fünf Minuten – der Einstieg in diese Reihe
